Kommt man mit einer 4- noch in den Himmel?

Das Predigtthema wurde auf ebay versteigert: „Mit einer 4- kommt man auch in den Himmel“. Aber heißt das, dass man mit einer 5 dann da nicht mehr reinkommt? Wie ist das überhaupt, prüft Gott uns? Ist das Leben eine Prüfung? 

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7 Gedanken zu „Kommt man mit einer 4- noch in den Himmel?

  1. Hallo Jonas, habe gerade gemeinsam mit meiner Schwester und Mama deine gute, lebendige und mitreißende Predigt angehört. Gute Gedanken, mit denen wir uns noch eine Weile beschäftigen werden. Hab Dank!
    Liebe Grüße
    Andrea

  2. Hallo,
    aufgrund der Medienpräsenz und der vielen Lobeshymnen über Ihre Methode, die Menschen zum Anhören einer Predigt zu bringen, im Diskurs um den sonntäglichen Besuch des Gottesdienstes, wollte ich mir auch die Predigt anhören, um ein vollständiges Bild zu erhalten, und bin froh, dass ich das gemacht habe. Ich bin kein Theologe, sondern Lehrer und würde Ihnen leider auch nur eine 4- geben. Ihre Sprache ist einfach und verständlich, im richtigen Maße auch jugendsprachliche Wörter verwendet, eine schöne Sprachakzentuierung und man hört, dass Sie mit der Gemeinde interagieren. Das Thema haben Sie gut erkannt, auch die richtigen Fragen gestellt und Jesus als zentrale Figur gut erkannt. Inhaltlich fehlt es m. E. an Breite und Tiefe. Sie verweisen immer wieder auf die Bibel, nennen aber keine Textstellen, die Ihre Aussage unterstreichen. Ich habe auch mal gegoogelt und folgendes auf der Seite der EKD gefunden: „Allen biblischen Darstellungen vom Gericht ist gemeinsam, dass darin die Menschen über ihre Taten Rechenschaft ablegen müssen und Gott die Macht des Bösen bricht.“ Da habe ich gleich auch noch Johannes 3 gelesen und mich beschäftigt immer wieder die Frage, wieviel Tiefe in der Bedeutung der Wörter Glaube und Bekenntnis liegt. Wahrscheinlich wurde auch deshalb die 4- gewählt, verbalisiert als ausreichend mit Tendenz zu mangelhaft. Und das eint mich mit dem katholischen Bieter, der meiner Meinung nach damit nach der Anstrengungsbereitschaft fragt, endlich weg von Lippenbekenntnissen zu kommen und zwar in allen Lebensbereichen, ob Christ oder Nichtchrist. Somit hat sich Ihre Aktion gelohnt, denn ich habe über das Thema nachgedacht, gegoogelt und in der Bibel gelesen. Danke!

    1. Vielen Dank für Ihre ausführliche Meinung! Ein paar kurze Anmerkungen:
      – Ich verweise absichtlich nur auf die Bibel und nicht auf Bibelstellen. Das war eine bewusste Wahl der Kürzung, die ich auch für legitim halte. Wenn bspw. ein Historiker sagen würde, dass aus seiner Sicht die Mehrheit der Indizien dafür sprechen, dass ein Ereignis X vor dem Datum Y stattgefunden hat, dann ist das für einen kurzen Vortrag finde ich völlig in Ordnung. Ähnlich sehe ich es hier. Es hätte aus meiner Sicht keinen Mehrwert, wenn ich beispielhaft immer einen Vers anfüge, denn ich berufe mich ja nicht auf einen Vers jeweils, sondern auf ein Gesamtgefüge. Wäre es eine schriftliche Arbeit, dann wäre das ein typischer Fall für Fußnoten 😉
      – Ich komme leider gedanklich nicht mit, wie Sie bei Glaube und Bekenntnis auf einmal landen… wo ist da die Verbindung?
      – Ich kann Ihnen sagen, dass Ihre Interpretation für die Hintergründe des Bieters und der Wahl der 4- nicht richtig sind. Für ihn war nicht ein Wegkommen von Lippenbekenntnissen der Beweggrund, sondern seine persönliche Erfahrung/sein Gefühl, dass viele Menschen um ihn herum nicht in die Kirche gehen, weil sie das Gefühl haben, dass sie den dortigen Ansprüchen nicht genügen.
      – Unabhängig davon: Es freut mich natürlich, dass Sie trotz Kritik an der Predigt für sich sagen können, dass etwas Gutes dabei herausgekommen ist 🙂

    2. Hallo Jonas, ich habe auch die Predigt angehört und die Liebe Gottes zu uns Menschen hat mich berührt.
      Wie interpretierst die Gleichnisse, die Jesus erzählt, in denen es darum geht, dass Jesus die Menschen abweist. Z.B. Böcke und Schafe, zur rechten und zur Linken gehen, oder wo Jesus sagt: Ich kenne euch nicht, oder dass es Orte gibt, wo Heulen und Zähneklappern sein wird?

      Liebe Grüsse
      Carla

      1. Moin!
        Das ist natürlich jetzt verkürzt gesagt, aber in dieser bewussten Kürze:
        – Ich finde immer wichtig zu sehen, wem Jesus diese Geschichten erzählt (Pharisäern/Juden).
        – Dann finde ich wichtig genau zu schauen, ob es eine Warnung oder eine wirkliche Aussage über die faktische zukünftige Situation der Pharisäer/Juden ist
        – Ich behaupte nicht, dass es keine „Hölle“ gibt. Ich glaube auch nicht, dass irgendwer zu Gott kommt, der da nicht hin will. Ich glaube allerdings, dass Gottes Liebe zu den Menschen nicht eines Tages aufhört. Und dass es den Tag X gibt (das Gericht) und dann bist du drin oder nicht. Selbst für Sodom und Gomorra gibt es biblisch gesehen Hoffnung und die „ewige Stadt“ hat Tore… von daher vertrete ich die Meinung, dass jeder zu Gott kommen wird, der sich nach ihm sehnt. Und sei es, nachdem man so etwas wie „Hölle“ (Gottesferne für mich) in der Ewigkeit erlebt hat.

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