10 wirklich gute Vorschläge zur Fußball-Reform

Kirche mag Reformen. Nicht. Vielleicht sollten wir in Kirche uns daher am Fußball ein Beispiel nehmen. Da ist man in letzter Zeit ja deutlich reformfreudiger. Aber damit wir nicht gleich wirklich über Reformen in Kirche sprechen, kommen erstmal – quasi als Aufwärmübung – 10 wirklich sinnvolle Reform-Ideen für den Fußball.

Klar, dieses Spray das war schon toll. Bei einem Turnier war es der Hingucker, heute fällt es schon fast nicht mehr auf. Es gab mal Torschiedsrichter, dann sogar eine (erstaunlicherweise) funktionierende Torlinientechnik. Und jetzt soll sogar der Videobeweis kommen.

Wahnsinn, was da im Fußball so möglich ist. Man stelle sich nur mal vor, wir in Kirche wären so reformfreudig, wie der Fußball zurzeit. Gut, wobei… das stößt ja auch nicht bei allen auf Zustimmung. Alleine meine Brüder und ich können tagelang über Sinn und Unsinn des Videobeweises diskutieren.

Trotzdem: Bevor wir hier groß davon träumen, dass es auch in Kirche Reformen geben könnte – wo kämen wir da im Reformationsjahr auch hin! – möchte ich erstmal beim Fußball bleiben. Denn: Rasenspray, Torlinientechnik und Videobeweis – das ist ja alles noch nichts! Es gäbe so viel großartigere Ideen, den Fußball zu verändern!

Die 10 besten Ideen zur Reformation des Fußballs!

  1. Bratzen ist nicht erlaubt!

Das weiß ja wohl jeder Hobby-Fußballer, wie scheiße das ist. Es tut weh und ist voll unnötig. Und außerdem führt es nur dazu, dass keiner mehr im Tor stehen will. Daher: Bratzen gehört im Fußball verboten! Und das wird per Geschwindigkeitskamera überwacht. Wer zu schnell schießt, der wird dann bestraft und zwar mit…

  1. Arsch abfetzen als Strafe!

Gelbe und rote Karten – das interessiert doch heute keinen mehr. Wir brauchen Strafen, die wirklich weh tun. Daher: Arsch abfetzen wird ab sofort als mögliche Strafe neben rote und gelben Karten eingeführt. Die gegnerische Mannschaft darf sich natürlich aussuchen, wer schießen möchte. Man hat aber nur einen Versuch und wenn man nicht trifft… Pech gehabt. Wichtig: Regel Nr. 10 gilt in diesem Fall ausdrücklich nicht!

  1. Tunnler bringen Extra-Punkte!

Erstens macht das Spaß. Zweitens wird es viel zu wenig berücksichtig. Daher: Ab sofort geben Tore einen Punkt und Tunnler 0,25 Punkte. D.h. mit vier Tunnlern kann man schon ein Tor ausgleichen! Dabei gilt: Der Ball muss mit vollem Umfang die gedachte Linie zwischen den Knien des Spielers überwunden haben. Zur Klärung schwieriger Sachverhalte kann auf den Videobeweis und die Torlinientechnik zurückgegriffen werden.

  1. Drei Ecken – ein Elfer!

Kennt man ja auch vom Bolzplatz und hat sich dort mehr als bewährt. Wenn Mannschaft A drei Ecken rausgeholt hat, dann bekommen sie einen Elfer. Und bei den nächsten dreien wieder einen und so weiter. Das erhöht die Spannung im Spiel und außerdem heißt das, dass man schon mit drei Ecken vier Tunnler ausgleichen könnte!

  1. Handycap durch Feld-Schieflage

Diese Regel erfordert gewisse technische Anpassungen in den Stadien – wird das Spiel aber phänomenal bereichern! Grundidee ist: Wer führt, der spielt fortan bergauf. Je höher man führt, desto steiler das Feld. Ich denke, dass man 2,5 Grad pro 0,25 Punkte Unterschied anpeilen könnte. Bevor das Spiel nach einem Punktgewinn wieder angepfiffen wird, würde eben das Spielfeld entsprechend angepasst und somit für eine größere Chancengleichheit gesorgt werden.

  1. Financial FairPlay!

Jetzt wird es besonders spannend: Ab sofort gewinnt nicht mehr die Mannschaft mit mehr in dem Spiel erzielten „Punkten“ (Tore reichen ja nicht mehr aus als Indikator, siehe oben), sondern die Mannschaft, deren Finanzfaktor X (mal) erreichten Punkten pro Spiel am höchsten ist. Dabei gilt: Die Mannschaft, deren Spielergehälter höher sind, erhält den Faktor 1. Die Mannschaft mit den geringeren Gehältern erhält den Faktor, der nötig ist, um auf das gleiche Gehaltsniveau der anderen Mannschaft zu kommen.

Nähmen wir also an Mannschaft A hat gibt für Gehälter 10 Millionen aus und Mannschaft B nur 1 Million. Dann erhält Mannschaft A den Faktor 1 und Mannschaft B den Faktor 10. Für das Spiel bedeutet das: Sobald Mannschaft B ein Tor erzielt, müsste Mannschaft A 10,25 Punkte erreichen, um das Spiel noch zu gewinnen. Ist doch nur fair oder?!

  1. Die Kapitäne wählen!

Wieder ein Modell, das auf dem Bolzplatz erfolgreich jahrelang getestet wurde. Zu Beginn eines Spiels treffen sich alle 22 Spieler am Mittelkreis. Dann werden zwei gleichstarke Spieler ausgewählt, die nun jeweils immer abwechselnd wählen dürfen. Hier ist natürlich besonders darauf zu achten, dass die Trikots anschließend angepasst/getauscht werden. Das spart auch ggf. Zeit hinterher (da dann kein Trikot-Tausch mehr nötig ist).

  1. Eine Frau in jedes Team!

Nun noch ein unglaublich kluger Vorschlag, der sich im Sportunterricht dämlicherweise durchgesetzt zu haben scheint: Damit wirklich alle Spaß haben am Fußball, muss in jedem Team in Mädchen mitspielen. Und weil man schon mal dabei ist: Es muss auch in jedem Team ein Schwarzer, ein Hartz IV Empfänger, ein Mensch mit sonstigem Geschlecht, ein Übergewichtiger, ein FDP-Politiker und ein C-Promi mitspielen. Ansonsten ist man bei der Aufstellung aber völlig frei! Solange eben darauf geachtet wird, dass die 22 Nationalitäten der Spieler einer Mannschaft immer exakt aller EU-Mitgliedsstaaten abdecken (Ja, es sind Doppel-Staatsbürgerschaften nötig!)

  1. Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnen die Deutschen

Meistens steckt hinter „Volksweisheiten“ doch ein wahrer Kern (gut und häufig auch Rassismus, Unwissenheit oder Dummheit…). In diesem Fall schlage ich vor: Volksweisheit zur Regel erheben. Erstens spart man sich dadurch in Spielen mit deutscher Beteiligung den 4. Offiziellen (der muss ja jetzt nicht mehr die Tafel hochhalten, wie lange nachgespielt wird) und zum anderen macht es das Spiel für alle Beteiligten deutlich transparenter! Wenn zwei deutsche Mannschaften gegeneinander spielen, dann wird ein unabhängiger Rat aus AfD-Funktionären eingesetzt, die entscheiden, welche Mannschaft deutscher ist.

  1. Der HSV erhält ein neues Maskottchen

Gut, das ist eigentlich keine Regel. Ist mir aber trotzdem eben erst aufgefallen: Wie dämlich ist es denn, einen Dino als Maskottchen zu haben? Hat dem HSV noch keiner gesagt, dass die Dinos zwar vor langer Zeit gelebt haben, aber heute dann doch schon seit ein paar Jährchen ausgestorben sind? Der „Dino der Liga“ wartet demnach (um im Bild zu bleiben) ja nur darauf, dass er endlich aussterben darf… ja, das ist doch irgendwie dämlich. Muss ich als HSV-Fan zumindest sagen. Daher sollte die Regel eingeführt werden, dass der HSV keine dämlichen und dummerweise passenden Maskottchen mehr nutzen darf. Irgendein reicher Heini aus Hamburg wir der FIFA schon einen Koffer voller abgepackter Gründe für diese Regel zukommen lassen können.

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